Werkschor auf großer Fahrt

Seinen diesjährigen „Betriebsausflug“ unternahm der Werkschor der voestalpine Donawitz  vom 01.09. – 04.09.2016 mit einer Fahrt nach Südtirol.

Wir starteten am Donnerstag in aller Herrgottsfrüh – 5:30 – vom Parkplatz Tal mit einem komfortablen Bus der Mürztaler Verkehrsbetriebe und Stammchauffeur Christian Hochreiter. Unsere Fahrt führte via Murau-Tamsweg- St.Michael/Lungau- Lienz-Sillian -Toblach an den wunderschönen Misurinasee. In der Mittagspause wurde ein kulinarischer Leckerbissen kredenzt : Frankfurter und Krainer, feinst zubereitet von unserem Chauffeur Christian und das alles bereits mitten in den Südtiroler Dolomiten mit Direktblick auf die Drei Zinnen, bei Kaiserwetter. Herz, was willst du mehr ! Weiter über Cortina- Falzarego-  und Campolongo Pass - Grödner Joch ging es durch das Grödner Tal- Wolkenstein- St.Ulrich an unseren Zielort Bozen. Eine wunderschöne Bergfahrt mit unglaublichen Panoramen war uns vergönnt.

Die Drei Zinnen, Rosengarten, Latemar, Langkofel, Civetta, Marmolata, Schlern und und…,   abgerundet mit einer Pause am Grödner Joch bei Kaffee und Kuchen, wiederum von unserem Chauffeur zubereitet.

Ankunft in Bozen bei unserer Unterkunft Hotel „Post Gries“ (wirklich empfehlenswert), Zimmerbezug, feines Abendessen und Ausklang bei einigen Gläsern guten Südtiroler Weins.

Freitag, unser erster Tag : 

Am Vormittag besichtigten wir Schloss Trauttmannsdorff mit den wunderschönen Gartenanlagen. Im prachtvollen Schloss ist ein Erlebnismuseum beheimatet, sehenswert! Die Gartenanlagen sind ein Augenschmaus ! Rund - und Panoramawege erschließen über 80 Gartenanlagen. Aussichtsplattformen und Künstlerpavillons laden zum Schauen und Verweilen ein. Wir trafen uns immer wieder, schauten und staunten gemeinsam und erholten uns im Schlossgartenrestaurant oder Palmencafe von der Hitze des Tages.

Immer und überall : „Sissi“. Die österreichische Kaiserin verbrachte 1870 einen sieben monatigen Kuraufenthalt auf Schloss Trauttmannsdorff.

Der Nachmittag zur freien Verfügung wurde von uns genutzt, um die Kurstadt Meran kennenzulernen. Wir erkundeten die Altstadt mit den vielen Sehenswürdigkeiten : Laubengasse, Pfarrkirche St.Nikolaus, Promenadenwege…..

Müde aber voll mit wunderbaren Eindrücken fielen die meisten von uns wohl am Abend in das Bett!

Samstag, unser zweiter Tag : Bozen und die Erdpyramiden am Ritten

Am Vormittag gab es die Möglichkeit den großen Wochenmarkt zu besuchen. Diese Gelegenheit wurde vor allem von vielen unserer mitgereisten Damen genutzt, um günstig Mode oder Mitbringsel einzukaufen. Über die Freiheitsstraße wanderten wir in das Zentrum der Südtiroler Landeshauptstadt. Das Archäologiemuseum mit dem Mann aus dem Eis „Ötzi“, der Walther von der Vogelweide Platz, umrahmt von den Lauben, Waaghaus, dem Dom: es gab ja wieder so viel zu besichtigen und zu bestaunen( bei Kaiserwetter). Am Nachmittag ein weiteres Highl Light : die Auffahrt mit der Seilbahn nach Oberbozen, Fahrt mit der Rittnerbahn nach Klobenstein und Fußmarsch zu den Erdpyramiden. Von einer Aussichtsplattform konnten wir diese, die höchsten Europas,  bestaunen. Um uns ein Panoramablick in die Dolomiten – Schlern- Seiser Alm- Rosengarten, zum Greifen nahe! Einfach grandios!

Ein vergnüglicher Abend im Hotel mit einem Unterhaltungsmusiker war der krönende Abschluss dieses wunderschönen Tages. Im wahrsten Sinne des Wortes : „Es ging die Post ab“ ! Es wurde gesungen, geschunkelt, Theaterstück und Gedichtvortrag, auch eine „Werkschor Combo“ formierte sich. Und das alles unter dem Kommando der Gattin unseres Obmannes. Christa Kölbl kann man ohne Zweifel ab diesem Abend als „Animateurin“ von außerordentlichem Format bezeichnen. Dabei wurde die tolle Zusammengehörigkeit der Werkschorfamilie an diesem launigem Abend wirklich zementiert.

Sonntag – Heimreise :

Am Programm stand für uns die gesangliche Gestaltung eines bergmännischen Gottesdienstes in der Pfarrkirche von Terlan. Der Ort ist bekannt durch Weinbau, Spargelanbau und Silberbergbau und beheimatet auch eine Knappschaft. In der Kirche „Mariä Himmelfahrt“ mit den wunderschönen Fresken und beschützt von einem 75 Meter hohen Turm, sangen wir Lieder aus der Breitenauer Knappenmesse, die wir mit unserem Chorleiter Christian Stary perfekt eingeübt und dann auch dargebracht haben. Anschließend gab es einen Empfang durch die Knappschaft und die Gemeindeobrigkeit mit liebevoller Bewirtung. Mit einigen Liedern präsentierten wir noch würdig unsere Bergstadt Leoben und unser Hüttenwerk Donawitzt. Leider zu früh mussten wir diesen Ort der Gastlichkeit mit seinen wunderbaren Menschen in Richtung Heimat verlassen.

Was bleibt uns sicher in Erinnerung : Sonne, Berge, Apfelplantagen und Weingärten soweit das Auge reicht, Südtiroler Gastfreundschaft und vieles mehr.

Unser Dank gilt ganz besonders unserem geschäftsführenden Obmann Gerhard Mock für die perfekte Organisation dieser schönen Reise; unserem Chauffeur Christian Hochreiter für die aufmerksame Betreuung und sichere Fahrt; unserem Chorleiter Christian Stary für die Vorbereitung und Durchführung unseres Singens in Terlan; und eigentlich der ganzen Teilnehmergruppe für ein diszipliniertes und wirklich nettes Miteinander.

Wie hieß es in unserem Abschiedslied :   „Wohl ist die Welt so groß und weit …“

 

Günter Stecher