Ein Erlebnis, das noch nicht viele Chöre gemacht haben dürften, kann der Werkschor Donawitz nun stolz in seine Chronik schreiben. Sechsundzwanzig Männer des Chores unternahmen eine Konzertreise zum Europaparlament nach Straßburg. Auf Einladung des Abgeordneten Jörg Leichtfried besuchten Landeschorleiter und Bundeschorleiter Stv. Christian Stary und seine Sänger das Zentrum der europäischen Demokratie. Neben der elsässischen Metropole wurden auch die Stadt Colmar, der mittelalterliche Weinort Riquewihr sowie die älteste Stadt Deutschlands, nämlich Trier an der Mosel angesteuert.Highlight der sechstägigen Reise nach Frankreich war wohl das Konzert im Europäischen Parlament, wo selbst ranghöchste Funktionäre den Klängen des Chores lauschten und ihn mit Wohlwollen und Beifall aufnahmen. Hannes Swoboda, der Vorsitzende der Fraktion der Sozialdemokraten, zeigte sich tief bewegt, als die Sänger in traditioneller Bergmannstracht Aufstellung nahmen, um neben klassischen Berg- und Hüttenliedern auch „Freude schöner Götterfunken“, die Europahymne anzustimmen. Als Botschafter österreichischen Kulturguts bot der Männerchor auch Volksliedgut dar. Auch das Internationale kam bei dem einstündigen Auftritt nicht zu kurz. „Ein wahrhaft würdiger Moment für mich“, so Leichtfried, der mit Stolz den Werkschor seinen Kolleginnen und Kollegen vorstellte. „Ein Glück auf! erklang in diesen Hallen zum ersten Mal.“ Swoboda würdigte den Mut der Sänger, die weite Reise angetreten und den Mandatarinnen und Mandataren ein Stück Österreich nach Straßburg gebracht zu haben. Ebenso erfolgte eine Führung durch den Monumentalbau und es bot sich den „Männern in Uniform“ auch die Möglichkeit, einem kurzen Teil einer Debatte im Plenarsaal bei zu wohnen. „Ein Hauch von ‚European Feeling’ bleibt“, so Betriebsrat Erich Knoll von der VoestAlpine Donawitz, „auch am Ende dieser einmaligen Reise bestehen.“
Mit Freude kann der Werkschor Donawitz nun auf diese anstrengenden aber höchst eindrucksvollen Tage zurückblicken.
Man sieht nun Europa in einem anderen Licht!“ schildert Helmut Rudolf, Obann des Chores, seine Eindrücke am Ende der Fahrt.
Ein Dank ergeht an alle, die diese Reise ermöglicht, unterstützt und organisiert haben.